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Freitag, 20. November 2015

Das böse Elektroauto

Obwohl die meisten eigentlich vom Elektroauto begeistert sind und in ihm die automobile Zukunft sehen, weil man energieeffizient fährt, die Umwelt lokal absolut frei von Abgasen hält, erfrischend ruhig im Betrieb ist und somit in allen Punkten der Verbrennungstechnologie des 20. Jahrhunderts mit "Knallgas-Treiblingen" (wie Motoren zeitweise sehr bildlich) bezeichnet wurden, gibt es natürlich immer wieder vereinzelte Forentrolle, die mit folgenden Aussagen aufwarten:

Beim Tesla reden wir (und soweit werden Sie mir ja wohl recht geben) vom ressourcenfressendsten, umweltschädlichsten Serien-Batterieauto, dass man sich aktuell für (viel) Geld kaufen kann: höchster Stromverbrauch, höchstes Gewicht, höchstes Akkugewicht (besonders schlecht - weil das ja am kürzesten hält). Das will Tesla natürlich nicht auf sich sitzen lassen: Jetzt haben sie das Model X herausgebraucht, dass noch weniger Real-Reichweite und noch mehr Stromverbrauch hat. Yippieh: Jetzt ist der 'S' nur noch das zweitschlechteste Batterieauto auf dem Planeten!
Und wenn Sie eine ehrliche Umweltbilanz machen, kommen Sie drauf, dass der 'S' nicht nur im Betrieb deutlich teurer kommt als ein Toyota/Ford/Honda Hybrid, sondern auch 3x soviel kostet und trotzdem mehr Ressourcen verbraucht in Form von Strom, Akkuschrott, Fahrzeuggewicht. Sie blechen viel (vielleicht im guten Glauben) belasten die Umwelt unterm Strich aber deutlich mehr. Und in der Sportwagenwertung (siehe Autorevue Premium 2015) landen sie auch mit Abstand auf dem letzten Platz. Gibt es eigentlich den Begriff einer Lose-Lose-Situation?

Tja, also: ich gebe dem Auto nicht recht. Meinungsfreiheit in Ehren, ist wichtig, aber hier scheint Polemik im Vordergrund zu stehen.

Erstens mal muss man anmerken, dass Tesla keine Seltenen Erden in seinem Autos verwendet, somit Tesla extrem auf ressourcenschonende Materialien achtet:
http://my.teslamotors.com/de_AT/forum/forums/no-rare-earth-metals-model-s

Und zweitens versucht der Schreiben durch seinen Ausdrucksweise eine negative Grundstimmung gegen Akkus zu bringen. und gibt sich sehr umweltverbunden. Während 600 kg Lithium-Ionen-Batterie, die am Ende der Nutzungsdauer entweder als Energiespeicher weiter verwendet werden kann oder eigentlich vollständig recyclebar ist, für den Kommentator furchtbarer "Akkuschrott" sind, sind die im Laufe eines Verbrennerlebens minimal 12.000 Liter Benzin oder Diesel kein Problem.

Hybride können vermutlich, wenn sinnvoll genutzt, eine Brückentechnologie darstellen, verbinden aber meiner Meinung nach das schlechteste aus zwei Welten - schwache Motoren, kleine Akkus, kaum elektrische Reichweite - jeweils ein System, das ungenutzt im Auto herumgeschleppt wird, während das andere System läuft. Also, wenn der Verbrenner läuft, trägt er Hunderte Kilo Elektromotor und Akku herum und wenn der Elektromotor antreibt, schleppt er den Verbrennungsmotor und Getriebe und sonstige Verbrennungselemente mit sich herum. Und hat noch dazu die Anfälligkeiten des Verbrennungssystems (Undichtheiten, Kolben, Zylinder, ...) an Bord.

Mittwoch, 18. November 2015

Lasset den Winter beginnen

Seit heute sind sie oben, die Winterräder. War ein langer Weg, da Tesla scheinbar Probleme mit der Lieferung von Felgen und Reifen hatte. So ging es sich gut aus mit dem milden Wetter Mitte November heuer, aber es ist wohl keinen Tag zu früh, dass die Reifen gewechselt sind, denn am Freitag soll er ja richtig loslegen, der Winter, den ich übrigens sehr mag.

Ich bin schon gespannt auf den Winter im Elektroauto, vermute dass sich der Durchschnittsverbrauch so von 21 auf 23 kWh im Stadtverkehr erhöhen wird, im Überlandbereich wohl weniger bis gar nicht, aber mal sehen.

Ich werde Erfahrungen hier posten.

Mittwoch, 11. November 2015

Durchschnittsverbräuche nach einem halben Jahr - neue Supercharger noch 2015

Ein halbes Jahr ist es nun her, dass ich nur mehr elektrisch fahre, 8.500 km zeigt der Kilometerstand des Model S 85 D.

Der Durchschnittsverbrauch liegt bei konstant 20,8 kWh/100 km weiterhin.

Überlandstrecken mal mit 18 bis 19 kWh, Autobahn mal mit 22, Stadt auch so 20 bis 22 kWh.

Reichweite war noch nie ein Thema, vor allem beim Ausbau der Ladestationen von Smatrics, jetzt auch ELLA und vor allem auch Supercharger von Tesla, die jetzt in Wien, Graz, St. Valentin, Klagenfurt, Traun, Kitzbühl, Brenner und St. Anton stehen und noch heuer vier weitere zu erwarten sind in Liezen, Vomp, Lermoos und Seewalchen.


Sonntag, 1. November 2015

Die Mär, dass ein Model S 6,5 L Benzinäquivalent auf 100 km verbraucht, wird immer wieder angeführt, ist aber falsch und sowieso nutzlos

In Foren wird von manchen (offensichtlich Trollen) immer wieder angeführt, ein Tesla Model S verbrauche 6,5 l Benzinäquivalent (für 100 km).

Das ist schlicht und einfach falsch.

1 l Benzin/Diesel hat im Mittel eine Energiemenge von 9,5 kWh/l - Ein Model S verbraucht im Mittel 18 kWh/100 km, bei mir derzeit 20,9 kWh/100 km, was eine Spanne von 1,9 bis 2,2 Liter Spritäquivalent bedeutet.

Freitag, 2. Oktober 2015

"Aber im Sommer müssen S ganz schön schwitzen in einem Elektroauto, oder?"

"Viele zahlen sogar fürs Schwitzen, wenn sie in die Sauna gehen!" - blöde Antwort, aber gut.

Aber warum sollte ich schwitzen? "Weil die Klimaanlage bringt die Reichweite dann doch sicher zum Erliegen? 100 km und aus? Dann stehen Sie? Gel?"

Beim Verbrennungsauto ist es übrigens so, dass die Klimaanlage keinen Mehrverbrauch beim Sprit bewirkt. Sie ist ein Wunder der Ingenieurskunst. 6,8 l - außerorts - stand bei mir im Zulassungsschein beim Jaguar XF, ein 3 Liter Diesel (ja, der böse), ja, 6,8 Liter auf 100 km habe ich mal verbraucht: so mit 80 km/h gleichmäßig ohne zu bremsen auf der Bundesstraße vom Schladming nach Liezen oder so, im Durchschnitt waren es 10 Liter, im Sommer mit Klima in der Stadt meist so um die 14 Liter (DIESEL übrigens), also 50 bis 100 % mehr als angegeben, aber wurscht, man tankt halt schnell rein.
Dafür hatte ich alle paar Wochen den Dieselpartikelfilter voll und musste eine Stunde Zeit opfern um sofort auf die Autobahn zu fahren um den Dreck rauszubrennen! Ehrlich!