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Freitag, 20. November 2015

These: 2020 verkauft sich kein Verbrenner mehr

Ich behaupte ja in Blogs und Kommentaren oft "2020 verkauft sich kein Verbrenner mehr" und werde müde belächelt, mit Hinweis, dass Elektroautos eine Nische sind und gerade mal 1% der Neuzulassungen.

Ja, heute, aber die Entwicklung wird sehr schnell gehen und ich stehe dazu, dass sich 2020 Verbrenner nur mehr sehr schwer an den Mann oder die Frau bringen lassen werden und am Gebrauchtwagenmarkt die Preise einbrechen.

Bestätigung für meine These kommt mittlerweile häufiger:


Ausgangspunkt USA und China. Europa wird da leider überrollt.

Gewagte These: Tage für Verbrennungsmotor gezählt

Auch für Experten ist eine rasche Ausbreitung von E-Autos in Chinas Großstädten bereits ausgemachte Sache. Was fehlt, sind derzeit zwar noch massentaugliche Modelle - im Kampf gegen Smog & Co. sind laut „Spiegel“ die Tage von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in Chinas Städten möglicherweise dennoch bereits gezählt.
Und die Zulassungszahlen ziehen stark an, vor allem in Norwegen, Niederlande, aber mittlerweile auch Frankreich, sogar Österreich. Der kritische Punkt of no return ist vermutlich erreicht.

Schwierig ist es meine These in eine widerlegbare Aussage zu formulieren, aber etwa so "In Österreich beträgt der Anteil an Neuzulassungen an PKWs mit reinem Elektroantrieb im Jahr 2021 50 Prozent oder mehr".

Freitag, 2. Oktober 2015

"Aber im Sommer müssen S ganz schön schwitzen in einem Elektroauto, oder?"

"Viele zahlen sogar fürs Schwitzen, wenn sie in die Sauna gehen!" - blöde Antwort, aber gut.

Aber warum sollte ich schwitzen? "Weil die Klimaanlage bringt die Reichweite dann doch sicher zum Erliegen? 100 km und aus? Dann stehen Sie? Gel?"

Beim Verbrennungsauto ist es übrigens so, dass die Klimaanlage keinen Mehrverbrauch beim Sprit bewirkt. Sie ist ein Wunder der Ingenieurskunst. 6,8 l - außerorts - stand bei mir im Zulassungsschein beim Jaguar XF, ein 3 Liter Diesel (ja, der böse), ja, 6,8 Liter auf 100 km habe ich mal verbraucht: so mit 80 km/h gleichmäßig ohne zu bremsen auf der Bundesstraße vom Schladming nach Liezen oder so, im Durchschnitt waren es 10 Liter, im Sommer mit Klima in der Stadt meist so um die 14 Liter (DIESEL übrigens), also 50 bis 100 % mehr als angegeben, aber wurscht, man tankt halt schnell rein.
Dafür hatte ich alle paar Wochen den Dieselpartikelfilter voll und musste eine Stunde Zeit opfern um sofort auf die Autobahn zu fahren um den Dreck rauszubrennen! Ehrlich!

"Aber wenn Sie da mal in den Urlaub fahren, müssens ja stundenlang stehen bei den Zwangspausen!?"

Sagen wir mal so, im Alltag, an 330 Tagen im Jahr, fahre ich zwischen 15 und 200 km, in Freizeit und Terminen mal vielleicht an einem Tag 300 bis 500 km.

Ich gebe zu, eine Ladestation zu Hause ist empfehlenswert. Aber dann ist das Auto immer, wenn man will geladen, mal oft ne Woche kein Ladevorgang notwendig, aber wenn man will in wenigen Stunden voll, 3 maximal, vielleicht 4, wenn er schon ganz leer wäre, der Akku.

"Zwischenladen, wenn man steht" - alle 2 Stunden macht man doch sowieso Pause, Klo gehen, Essen, Trinken, dann ist das Auto am CHademo oder am Supercharger schon wieder fast voll.

"Und da Strom kommt aus da Steckdosn?"

"Ja, oder aus der Ladestation."

Um die Frage mal richtig zu beantworten. Vermutlich wird nun versucht zu argumentieren, dass elektrisch fahren auch total unökologisch ist oder sogar noch viel, viel schlimmer als mit einem Verbrenner.

Also, zu erst mal: ich bin begeisterter Autofahrer und KEIN Ökofreak, was jetzt nicht bedeuten soll, das sich mir um die ökologische Seite keine Gedanken mache. Ich sehe die Aspekte der Autohasser soweit ein, dass die Abgase die Luft verpesten und der Verbrennungsmotor unerträglich laut ist, aber ich will mir das Fahren nicht verbieten lassen - und habe entdeckt, dass elektrisch Fahren die weitaus angenehmere, coolere Variante des Autofahrens ist, zumindest mit einem Tesla.

Um ein ca. 2000 kg schweres Gefährt zu bewegen wird immer Energie verbraucht werden müssen. Die Frage ist nur welche, wieviel und wo erzeugt man sie?

"Wie weit kommens denn mit dem?"

"Wie weit kommen' s denn mit dem?" ist so die erste Frage bei fast allen Kontakten, lustigerweise sogar von Skeptikern UND Befürwortern, letztens sogar von einem der mir sagte, dass seiner in zwei Monaten komme, er also schon ein Model S bestellt habe und nur auf die Auslieferung warte.

Und egal, ob mir diese Frage direkt gestellt wird oder sie in diversen Blogkommentaren indirekt so formuliert wird.

Also, bezogen auf mein Model S 85 D kann ich exakt sagen:  "ich weiß es nicht" -"Hä?" werden Sie jetzt professionell einwenden.

Ich weiß es nicht, weil ich noch nie mit voll aufgeladener Batterie so lange ohne zwischenladen so weit gefahren bin, dass die Restreichweite auch nur annähernd in den Bereich unter 100 kam.

"Aber theoretisch?"

Samstag, 26. September 2015

Warum tu ich mir das an?

Seit Juni 2015 fahre ich elektrisch, ein Tesla Model S 85 D, umgestiegen von einem Jaguar XF 3.0 Diesel.

Das kam nach einer monatelangen Entscheidungsphase nach einer Probefahrt in einem Model S. Und die Gefahr ist groß: einmal elektrisch fahren und man will nie wieder in einen Verbrenner.

Und dann geht es los, man liest, informiert sich und hört mal nur negatives: keine Reichweite, maximal kann man 100 km/h fahren, nicht heizen, nicht kühlen, es gibt keine Ladeinfrastruktur, die Batterien sind nach einem Jahr kaputt, voll die Kraxen, und überhaupt und das geht nicht und woher soll der Strom kommen, Sondermüll .....

"Ok. Klingt nicht so toll, mal sehen ob das stimmt."